#  djumla @ JWC 2026: Keynote, Vorträge & doppelte Auszeichnung

    Details    Geschrieben von: [Lukas Jardin](https://www.djumla.de/autoren/lukas-jardin)    Veröffentlicht: 27. Oktober 2026

  ![David Jardin und Johannes Dürscheid in Ihren Vorträgen vor Publikum](https://www.djumla.de/images/insights/Blogimages_-_djumla.jpg)

Bei der diesjährigen Joomla! World Conference (JWC) in Potsdam war auch dieses Jahr wieder das ganze Team vor Ort – nicht als Zuhörer, sondern mittendrin. David mit einer Keynote zur Security-Lage, Lukas mit einem Breakout-Vortrag zu barrierefreier Gestaltung, und alle auch hinter der Kamera: Video-Technik und Aufzeichnung für die Veranstaltung hosted by djumla. Dazu ein paar Tage voller Gespräche, Kaffee und dem guten Gefühl, wieder bei Leuten zu sein, mit denen man seit Jahren an einem Projekt arbeitet.

 Die JWC bzw. der JoomlaDay DACH ist bei uns seit Jahren ein fester Eintrag im Kalender. Und das hat einen einfachen Grund: Wir sind hier nicht „eine Agentur, die mal vorbeikommt“. Viele Jahre lang waren wir Teil des Organisationsteams, und bis heute sind wir tief verwurzelt in dieser Community. Auch als Sponsor waren wir dabei, da wir der Community gerne etwas zurückgeben möchten. Was wir auf solchen Konferenzen lernen, fließt direkt in unsere Kundenprojekte ein – und was wir aus der Praxis mitbringen, geben wir zurück. Dieses Ping-Pong befruchtet die Arbeit aller Anwesenden!

 ## Warum Community für uns kein Buzzword ist

 Joomla lebt von seiner Community. Punkt. Hunderte Freiwillige antworten in Foren, schreiben Dokumentation, entwickeln Features und prüfen Sicherheitslücken – ohne dafür bezahlt zu werden. Joomla-Co-Founder Brian Teeman hielt hierzu eine schöne Keynote, in der er von seiner 25 jährigen Reise mit Joomla berichtet und beschreibt, dass wir noch heute von der Vorarbeit von Menschen profitieren, die für uns solche Arbeiten erledit haben.

Wer regelmäßig bei einem Joomla-Event dabei ist, merkt schnell: Der Austausch lehrt. Neue Perspektiven bringen voran und neben dem fachlichen ganz wichtig: Es ist wie ein kleines "Klassentreffen" und man freut sich die Menschen live und in Farbe zu sehen, die man den Rest des Jahres nur in Chats, Foren und Videocalls begegnet.

 Für uns heißt das konkret: Wir bringen unser Wissen ein und holen uns Impulse zurück. Neue Kontakte, neue Perspektiven, neue Ideen. Und ja, auch das gute Gefühl, dazuzugehören zu etwas Größerem als einem einzelnen Projekt. Genau das macht Open Source aus – und genau deshalb kommen wir jedes Jahr wieder.

 ## David Jardin: Keynote zur Joomla-Security

 David hat auf der Bühne einen Überblick über die aktuelle Entwicklung gegeben. Die Kernbotschaft: **Die Zahl der gemeldeten Schwachstellen (CVEs) ist deutlich gestiegen – und das hat gute Gründe.**

 Ein paar Punkte, die in der Keynote gefallen sind:

 - **KI beschleunigt den Scan von Code.** Was früher Wochen Spezialarbeit war, erledigen heute automatisierte Werkzeuge in Stunden. Das öffnet neue Angriffstüren – aber es verbessert auch die Qualität der Meldungen.
- **Reports werden besser.** Sicherheitsforscher dokumentieren sauberer, nachvollziehbarer und schneller. Das ist kein Zeichen dafür, dass Software schlechter wird, sondern dafür, dass sie ernster genommen wird.
- **Kein Joomla-Problem.** Die gleiche Entwicklung zeigt sich bei WordPress, TYPO3, Drupal und überall dort, wo komplexe Software läuft. Wer das Thema für ein Defizit eines einzelnen CMS hält, tauscht beim nächsten System nur die Namen in den Advisories aus.

 Wer mehr zum Thema verstehen will – wie Sicherheitslücken entstehen, wie damit umgegangen wird und was Website-Betreiber konkret tun können – findet das ausführlich in unserem Beitrag [Sicherheitslücken im Web: richtig reagiert wird](https://www.djumla.de/wissen/webdesign/sicherheitsluecken-im-web)

 **David ist seit 2014 Mitglied im Joomla! Security Strike Team und leitet dieses als Team Lead.** Er sitzt also auf der anderen Seite des Prozesses: bei der Verifikation eingehender Meldungen, bei der Bewertung von Schweregraden und bei Entscheidungen über Embargos. Genau diese Perspektive hat er auf der JWC eingebracht – und sie erklärt, warum Sicherheit bei djumla kein Nebenschauplatz ist, sondern Teil unserer Arbeitsidentität.

 ## Lukas Jardin: Barrierefreie Gestaltung – für Menschen, nicht für ein Zertifikat

 Lukas hat in seinem Vortrag gängige Fehler bei der barrierefreien Gestaltung von Websites aufgezeigt. Sein Ansatz: Es gibt rund **20 Prozent Design-Entscheidungen, die 80 Prozent der typischen Fehler vermeiden**. Wer bei diesen Designentscheidungen Aufmerksam ist, und sich den Constraints bewusst ist, der vermeidet kleinteilige Optimierungen zu einem späteren Zeitpunkt und setzt ein solides Fundament für eine barrierefreie bzw. barrierearme Website.

 Aber der wichtigste Punkt war nicht das Design oder die Technik. Sondern die Haltung: **Man gestaltet für Menschen, nicht für ein Zertifikat.** WCAG-Konformität ist gut und wichtig – gerade jetzt, wo das [BFSG](https://www.djumla.de/wissen/barrierefreie-websites/ist-ihre-website-barrierefrei-was-sie-ueber-das-bfsg-wissen-muessen-und-wie-sie-rechtliche-risiken-vermeiden) immer mehr Branchen betrifft. Aber wer ausschließlich für die Norm prüft, verliert aus den Augen, wofür man eigentlich baut: Damit Menschen mit verschiedensten Einschränkungen an Website und damit auch dem gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Damit niemand ausgeschlossen wird.

 Um das greifbar zu machen, hat Lukas die Beispiele anhand eines Ticketkaufs bei einer fiktiven Bahnlinie durchgespielt. So wurde abstrakte Norm plötzlich spürbar: Wo hakt der Prozess? Wo verliert ein Screenreader-Nutzer den Faden? Wo scheitert jemand, der per Tastatur navigiert?

 Rechtssicherheit kam dabei natürlich auch dran – denn gerade im B2C-Umfeld ist das ein reales Thema. Aber die Reihenfolge war klar: Erst der Mensch, dann die Norm. Beides zusammen ergibt eine Website, die sowohl gut funktioniert als auch Bestand hat.

 **Die Slides zur Präsentation stehen hier bereit:** [Figma-Deck zum Vortrag](https://www.figma.com/deck/6ngGrcWWg1aKMHBsg2g3d5/Pr%C3%A4sentation-JWC?node-id=1-61&viewport=-134%2C106%2C0.63&t=ML4yM0p3weujIpTI-1&scaling=min-zoom&content-scaling=fixed&page-id=0%3A1)

 Barrierefreiheit ist bei uns keine "Zusatzleistung", sondern Teil unseres Prozesses. Mehr dazu unter [Barrierefreie Websites – rechtssicher & inklusiv](https://www.djumla.de/leistungen/barrierefreie-websites).

## Johannes Dürscheid: Weniger Erweiterungen, mehr Joomla

Und dann war da noch Johannes. Er hat in seinem Vortrag „Weniger Erweiterungen, mehr Joomla" gezeigt, wie sich viele Anforderungen, für die es standardmäßig eine Erweiterung gibt, heute schon mit dem Joomla-Core umsetzen lassen. Custom Fields, Overrides, Layouts – und das Ergebnis sind schlankere, wartungsärmere und sicherere Websites.

Gerade nach den vielen Sicherheitsvorfällen der letzten Monate ist das ein Thema, das uns alle angeht: Jede zusätzliche Erweiterung bedeutet zusätzlichen Wartungsaufwand, zusätzliche Abhängigkeiten und potenzielle Risiken. Wer hier bewusst weniger macht, profitiert doppelt.

 ## Was uns besonders freut: David Jardin doppelt ausgezeichnet

 Und dann kam der Moment, der uns am meisten stolz gemacht hat.

 Bei den diesjährigen **J!Awards** – der ersten Ausgabe überhaupt – wurde David gleich zweifach ausgezeichnet:

 1. **Bestes Feature in Joomla 6: Automated Updates** – gemeinsam mit Robert Deutz, Harald Leithner, Benjamin Trenkle und allen Contributors, die dahintergestanden haben.
2. **J!Volunteer of the Year** – gewählt von den aktiven Volunteers der Community, die wissen, was es bedeutet, jahrelang still im Hintergrund zu arbeiten.

Beide Auszeichnungen wurden direkt von der Community vergeben – 731 Menschen haben bei den Community Choice Awards mitgestimmt. Das ist kein Preis von einer Jury, die man beeindrucken muss. Das ist Anerkennung von Leuten, die jeden Tag mit dem Projekt leben. Und genau das macht es so wertvoll.

Alle Gewinner findet ihr hier: [J!Awards 2026 – Winners](https://community.joomla.org/jawards/winners.html)

 ## Bis nächstes Jahr – wir kommen wieder

 Die JWC 2026 war für uns ein voller Erfolg. Zwei Vorträge, gute Gespräche und zwei Auszeichnungen, die zeigen: Langjähriges Engagement in einer offenen Community zahlt sich aus.

 Wir sind auch nächstes Jahr wieder dabei. Und freuen uns schon jetzt darauf.

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